Sonnenenergie in Pleinfeld

Die Mitglieder und Kandidaten der Pleinfelder Grünen besuchten die Firma Sonnenwende 2020 und wurden von deren Geschäftsführer Anton Maurer, der auch auf der Liste der Grünen für den Pleinfelder Gemeinderat kandidiert, über die aktuelle Situation bei Photovoltaikanlagen (PV) informiert.

Private Photovoltaikanlagen bieten die Möglichkeit, gleichzeitig Kosten zu sparen und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Die ersten EEG Anlagen laufen mittlerweile bereits wieder aus der Förderung aus, seitdem hat sich die Technik enorm weiterentwickelt und die Preise sind erheblich gesunken. Im Normalfall amortisiert sich eine PV-Anlage für den Eigenverbrauch innerhalb von 10 Jahren oder weniger. Durch einen zusätzlichen Stromspeicher kann der Anteil des selbst erzeugten Stroms am gesamten Stromverbrauch eines Privathaushaltes weiter gesteigert werden.

Anton Maurer beziffert den Anstieg des Strombedarfs in den nächsten 20 Jahren auf 40%: „Aufgrund der steigenden Automatisierung, dem verstärkten Einsatz von Wärmepumpen im Gebäudesektor und den ebenfalls zunehmenden Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen, wird der Zubau an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen daher zwingend notwendig“, so Maurer. „Um die Klimaziele noch annähernd zu erreichen, müsste der Zubau an Photovoltaikanlagen bei 18 Gigawatt pro Jahr liegen. Derzeit werden ca. 2 Gigawatt verbaut. Dabei wären genügend Dächer vorhanden, um die Mengen dezentral am Ort des Verbrauchs zu erzeugen und Stromtrassen auf ein Minimum zu reduzieren,“ schildert Anton Maurer hoffnungsvoll.

Anton Maurer führte die Teilnehmer anschließend durch das im Jahr 2018 neu bezogene Gebäude im Pleinfelder Gewerbegebiet. Er ging auch auf aktuelle Herausforderungen ein, die zum Beispiel durch Lieferverzögerungen aufgrund der COVID-19 Fälle entstehen. Dies betrifft nicht nur chinesische Hersteller, sondern auch Module deutscher Produzenten, da diese wiederum auf Materialien oder Komponenten aus Fernost angewiesen sind. Bisher können die Verzögerungen bei Projekten aber noch auf wenige Wochen beschränkt werden, weil unter anderem eine relativ breite Anzahl an Großhändlern zur Verfügung steht. „Die Versorgung ist gesichert, nun geht es darum, dass die Energiewende auch konsequent umgesetzt wird,“ folgerte und verabschiedete er die Besucherinnen und Besucher mit den Worten, „in Pleinfeld gibt es hier auch noch Nachholbedarf.“

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